F.I.T.A - Hütte

24.02.2007, Hendrik Wocher

Probewochenende auf der „Zipfelhütte” im Bregenzer Wald (14.-17.12.2006)

... es begab sich zu einer Zeit, in der keine Hochzeiten gefeiert, keine Kinder geboren, keine Prüfungen geschrieben und keine Urlaube gemacht wurden, und die Sänger von F.I.T.A. endlich einmal wieder Zeit fanden, sich auf der sogenannten „Zipfelhütte” (nähere Erläuterung folgt) dem a-capella-Gesang zu widmen.

1.Tag

Voller Motivation wurde bereits am Nachmittag für mehrere hundert € Verpflegung eingekauft, die normalerweise für den Ailinger Kirchenchor ein ganzes Wochenende lang ausgereicht hätte.Auf besagter Hütte angekommen, erstrahlte eben jene bereits nach 2 Stunden Arbeit (Deko-Spezialist Hias) in vorweihnachtlichem Glanze. Der Kachelofen ohne Kacheln (die waren durch Überhitzung bereits abgefallen) wurde unter Anweisung angeheizt, um unseren „Rauten” auf Temperatur zu bringen. Im Laufe des Abends trudelten dann nach und nach die einzelnen F.I.T.A.listen auf der Zipfelhütte ein. Und irgendwie macht Einkaufen müde — in der zu später Stunde bullrig warmen Stube waren die beiden Einkäufer auf dem Ofenbänkle so gegen 22.30 Uhr eingenickt. So bekamen sie auch nicht mit, wie in dieser Zeit ein halber Kasten Hefeweizen im durstigen Schlund eines Sangeskollegen verschwand, welcher im Laufe dieser Nacht durchaus zum Waldsterben vor Ort beitrug.

2.Tag

Es gab Gerüchte, wonach letzt genannter Sangeskollege am nächsten Morgen mit dem Kopf den Holzrahmen der Stubentüre zu spalten versuchte, jedoch kläglich scheiterte. Die Folgen dieses Zweikampfes waren auch die nächsten beiden Tage noch zu spüren. Zum Glück befindet sich auch ein Architekt in unseren Reihen, der nach diesem Zwischenfall sofort die Statik der Hütte überprüfte und Gott sei Dank für gut befand.

Als Folge von was auch immer hatte der Chorleiter nach dem Aufstehen seine Stimme verloren, welche bis zum Ende des Probewochenendes trotz intensiver Suchbemühungen nicht mehr gefunden werden konnte.

Der dritte im Krankenstand an diesem Morgen gehört wie die beiden erst genannten zur Altersabteilung unserer Gesangstruppe. Ob das Krankheitsbild unseres „Gersti”, welches an einem deutlichen Anschwellen des linken Augenlides erkennbar ist, psychosomatischen oder alkoholischen Ursprunges war, konnte bis zum heutigen Tag noch nicht geklärt werden.Nach diesen ersten Ereignissen wurde endlich das erste Mal geprobt — auf dem Programm stand der Song eines bekannten englischen Sängers, der nicht nur durch seine tolle Musik des öfteren in der Presse erscheint. Für Insider: der Nachnamen des Künstlers lautet wie der Vornamen eines unserer F.I.T.A.- Mitglieder. Die Mittagspause nutzten dann unsere beiden Bergziegen (Solosänger), ausgestattet mit schlanken bzw. derben Waderln, zu einer kleinen Bergwanderung.

Wie bei F.I.T.A. fast schon Tradition, wurde an diesem Tag gemäß dem Hüttennamen ein Desktop-Hintergrund für unser Probe-Laptop entworfen, auf dem sich unser „Benjamin” bei für diese Jahreszeit ungewohnten Tagestemperaturen im Adamskostüm in der Sonne alte.

Nach dem abendlichen Essen, an dem nur 5 Personen teilnahmen (oben genannter Sangeskollege begnügte sich mit einem Pfefferminztee), wurde noch einmal geprobt. Anschließend legte sich einer unserer Solosänger bereits um 21 Uhr im Matratzenlager zum Schlafen, um des Nachts so gegen 1.30 Uhr wieder aufzustehen, um an der Likör- und Schnapsprobe, welche bis 7.30 Uhr am nächsten Morgen dauerte, teilzunehmen. Dieser Event wurde von unserem neuen Manager, welcher nachts um 0.30 Uhr auf der Hütte eintraf, organisiert. Zu seiner Überraschung war jedoch zu dieser Zeit die ältere Hälfte der Sänger schon zu Bett gegangen - wahrscheinlich um Kopf, Stimme und Augenlid zu schonen.

3.Tag

Wie zu erwarten war, standen die „Alten” ab 8.30 Uhr ausgeschlafen auf der Matte. Auf dem Programm standen Frühstückstisch richten, den sonnigen Tag begrüßen, über die verpasste nächtliche Schnapsprobe zu sinieren und natürlich die erste Probe vorbereiten, die auf 10.30 Uhr angesetzt war. Und wie so üblich nach einer solchen Nacht (unausgeschlafen und mit dickem Schädel) war der ein oder andere (eigentlich nur der „eine”) ein bisschen angefressen in der Probe. Als dann auch noch der Chorleiter ein paar spitze Bemerkungen von sich gab verließ eben jener „eine” unter dem hämischen Grinsen und weiteren Bemerkungen der anderen Sänger genervt den Übungsraum, um sich „Eine” anzustecken. Nach einer eher weniger produktiven Probe teilte sich die Gemeinschaft in drei Gruppen auf. Der „eine” legte sich in die Koje, um sein Schlafdefizit auszugleichen, unser Manager & Bergfex in Personalunion führte unsere beiden Solo-Sänger auf Luis Trenkers Pfaden durch das Hochgebirge des Bregenzer Waldes und die „Alten” genossen bei Rotweinschorle sauer, deftigem Vesper und Zigarre das schöne Wetter.Zur abendlichen Probe waren dann alle wieder fit, was sich sehr auf die Produktivität und die gesanglichen Fortschritte auswirkte. Zum Abschluss der Hütte fand von 21.30 Uhr bis 1.15 Uhr die erste öffentliche Generalversammlung der Gesangsgruppe F.I.T.A. a-capella e.V. statt, der allerdings niemand außer den Anwesenden beiwohnte. Der eine Teil der beschlossenen Neuregelungen kann in Zukunft auf der neu gestalteten Homepage eingesehen werden. Der andere Teil bleibt für die Öffentlichkeit passé. Nach dieser ausgedehnten aber äußerst produktiven Sitzung gingen alle Beteiligten zufrieden zu Bett.

4. Tag

Aufräumen und Abreise, denn das Wetter war inzwischen zuhause auch nicht besser!

Fazit:

Eine ereignisreiche F.I.T.A. — Hütte ist immer wieder ein Wochenende wert, auch wenn von Hütte zu Hütte mehr geschlafen als getrunken wird. Und wir hatten endlich mal wieder ausreichend Zeit, um zu singen, singen, singen,........................................!!!

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